Cuba Libre

„Ein Cuba Libre, bitte!“ – ist wohl eine der häufigsten Bestellungen, die in Bars weltweit getätigt werden. Der Longdrink erfreut sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts an großer Beliebtheit bei Jung und Alt und hat sich als Klassiker unter den alkoholischen Rum-Getränken etabliert.

Zum ersten Mal soll der Cuba Libre mit weißen Rum ca. um 1900 gemixt worden sein, gegen Ende des spanisch-amerikanischen Krieges. US-Soldaten sollen auf einem Militärstützpunkt in Havanna kubanischen Rum, Limettensaft und Cola aus ihrer Heimat gemischt und auf die Befreiung Kubas von der spanischen Kolonialherrschaft angestoßen haben. „Viva Cuba libre!“, hieß es – zu Deutsch: „Es lebe das freie Kuba!“. Doch von einem freien Kuba konnte damals nicht die Rede sein, da seit diesem Zeitpunkt das Land unter amerikanischer Herrschaft stand.

Der Longdrink ist schnell gemischt, viele Zutaten werden dafür nicht benötigt: Rum, Cola, Limetten und Eiswürfel. Entscheidend für den Geschmack und die Qualität des Getränks ist jedoch, welcher Rum- und Colasorte dafür verwendet wird. Experten halten einen leichten, weißen Rum am besten dafür geeignet. Unsere Empfehlungen für einen guten Rum: Varadero, Legendario Carta Blanca Superior, Santiago de Cuba Carta Blanca und Ron Vacilon. An dieser Stelle sind kurz gereifte Destillate zu empfehlen, die mindestens 3 Jahre in Fässern gelagert wurden. Diese bieten mehr Charakter im Geschmack: Sie sind vollmundiger und die Aromen weitaus sanfter und weicher in die Spirituose eingebettet. Dies macht den Cuba Libre angenehmer im Geschmack.

Auch die Wahl der richtigen Cola-Sorte ist für einen guten Cuba Libre entscheidend. Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke waren Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, als der Cuba Libre erfunden wurde, weitaus würziger und weniger süßlich. Dies sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man den Anspruch hat, einen möglichst historisch und vor allem authentischen Longdrink zu genießen. Hinzuzufügen ist auch, dass es nicht nicht immer Coca Cola oder Pepsi sein muss. Würzige Alternativen mit einem gewissen Kräuteranteil bieten Afri-Cola, Fritz-kola, Club Mate Cola oder auch Zisch Guarana-Cola von Voelkel. Wenn Sie es ganz authentisch mögen, können Sie die Tukola direkt von der karibischen Insel oder auch auf Getränke aus Südamerika zurückgreifen wie die Inca-Kola aus Peru.

Das Grundrezept eines Cuba Libre ist wie folgt: Frische Limetten waschen und vierteln. Dabei ist es wichtig, die Endspitzen der Limetten, die oft bitter schmecken, abzuschneiden. Die Limettenviertel im Glas mit einem Holzstößel zerdrücken und am besten mit  zerkleinerten Eiswürfel füllen, bis das Glas zu einem Viertel voll ist. Danach etwa vier bis fünf cl Rum hinzufügen. Anschließend den Drink mit einem Rührstäbchen vermengen und mit Cola aufgießen… und fertig ist der Genuss… Probieren Sie es selbst oder genießen Sie einfach einen Cuba Libre auf Kuba!